Die Sommerlesungen 2026 gingen zu Ende mit einer feinsinnigen Werkstatt-Lesung von Kai Weyand. Es war der erste Auftritt des Autors seit der Verleihung des Stipendiums zum Reinhold-Schneider-Preis vergagenen November und tatsächlich sein erster Auftritt seit Jahren. Mit einem neuen Text, bei dem die Tinte kaum getrocknet war, und einem ältereren Text, den er noch nie irgendwo vorgelesen hatte, stellte sich der Freiburger der Herausforderung, in seiner Heimatstadt zu lesen. Heim-Lesungen seien immer etwas Besonderes, so Weyand, weil das der Ort sei, an dem diese Leute wohnten, die genau zu wissen glaubten, wer man sei.
Fast hundert Menschen erlebten einen witzigen und nachdenklichen Abend im Vorderhaus und waren hzeuge, wie sich ein Schrifsteller wieder in Bewegung setzt. Was daraus folgte: großer Applaus und die Hoffnung auf mehr. Mehr von Kai Weyand. Irgendwann, aber bald.
Fotos: Björn Siller und Nadine Herrmann
